05.08.22

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Medikamente gegen Depression in der Stillzeit

Depression ist eine häufige psychische Erkrankung, die mit Psychotherapie und Medikamenten auch während der Stillzeit behandelt werden kann. Eine Depression kann sich in einer gedrückten Stimmung, Interessenlosigkeit oder auch vermindertem Antrieb äußern, Symptome, die auch während der Stillzeit auftreten oder fortbestehen können. Die Behandlung einer Depression mit Medikamenten in der Stillzeit bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit, da es nach plötzlichem Absetzen der Medikamente zu Entzugserscheinungen kommen kann. Die unzureichende Behandlung einer Depression kann auch während der Stillzeit zu einem Rückfall führen.

Ursachen für eine Depression

Die Ursachen für eine Depression können u.a. in einer Veranlagung, einem Ungleichgewicht von Neurotransmittern im Gehirn, sowie psychologischen und persönlichen Faktoren liegen. Depressionen können in jedem Alter und in verschiedenen Lebenssituationen auftreten. Insbesondere kann es zu Depressionen in der Schwangerschaft und nach der Geburt in der Stillzeit kommen.

Medikamentöse Behandlung einer Depression während der Stillzeit

Depressionen werden hauptsächlich mit Psychotherapie und Medikamenten behandelt. Die Behandlung einer Depression kann im Regelfall auch während der Stillzeit mit Medikamenten begonnen oder fortgesetzt werden. Für die Behandlung einer Depression werden verschiedene Medikamente bzw. Wirkstoffe eingesetzt, bei denen sich die Frage nach der Medikamenten-Verträglichkeit während der Stillzeit stellt:

  • Monoaminoxidase-Hemmer wie z.B Moclobemid (Aurorix)
  • Noradrenerge und spezifisch serotonerge Antidepressiva (NaSSA) wie z.B. Mirtazapin (Remergil SolTab)
  • Selektive Sertonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wie z.B. Citalopram (Cipramil, Citalon), Escitalopram (Cipralex, Escitalopram), Paroxetin (Seroxat), Sertralin (Zoloft)
  • Selektive Sertonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) wie z.B Duloxetin (Cymbalta, Yentreve, Duloxalta), Venlafaxin (Trevilor), Milnacipran (Milnaneurax)
  • Trizyklische Antidepressiva (TCA) wie z.B. Amitriptylin (Saroten, Syneudon), Clomipramin (Anafranil), Doxepin (Aponal, Mareen)
  • Andere Antidepressiva wie z.B. Agomelatin (Valdoxan, Agomelatin Neuraxpharm), Bupropion (Elontril), Esketamin (Spravato), Tianeptin (Tianeurax)
  • Pflanzliche Medikamente wie z.B. Johanniskraut (Jarsin, Nervoregin, Neuroplant)

Bei Begleitsymptomen wie Schlafstörungen, starker Angst oder Nervosität können weitere Medikamente wie z.B. Tranquillanzien, Anxiolytika sowie Medikamente gegen Schlafstörungen zum Einsatz kommen.

  • Benzodiazepin-Derivate wie z.B. Aprazolam (Tafil), Chlordiazepoxid (Librium), Lorazepam (Tavor), Oxazepam (Adumbran, Praxiten), Prazepam (Demetrin), Flurazepam (Dalmadorm, Staurodorm), Lormetazepam (Loredam), Midazolam (Dormicum), Temazepam (Remestan), Triazolam (Halcion), Brotizolam (Lendormin), Nitrazepam (Mogadan), Flunitrazepan (Rohypnol)
  • Andere Anxiolytika wie z.B. Buspiron (Anxut)
  • Antihistaminika wie z.B. Diphenhydramin (Betadorm-D, Moradorm, Sediat), Doxylamin (Sedaplus, Valocordin), Hydroxyzin (Atarax)
  • Andere Medikamente gegen Schlafstörungen wie z.B. Tryptophan (Ardeydorm, Ardeytropin), Chloralhydrat (Chloraldurat), Melatonin (Circadin, Slenyto)
  • Pflanzliche Medikamente gegen Schlafstörungen wie z.B. Baldrianwurzel (Baldrivit, Luvased, Sedonium), Passionsblumenkraut (Kytta-Sedativum, Pascoflair, Passidon), Baldrianwurzel und Hopfen (Alluna, Ardeysedon Nacht, Euvegal, Luvased Nacht), Baldrianwurzel und Melissenblätter (Sandrin)

Risiken von Medikamenten gegen Depression während der Stillzeit

Bei einer schweren Depression in der Stillzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass für das Kind ein erhöhtes Risiko von Entwicklungsproblemen, wie z.B. aggressivem Verhalten, Angstzuständen, Depressionen und Hyperaktivität bestehen. Daher ist die richtige Behandlung einer Depression mit einer geeigneten Psychotherapie und/oder Medikamenten auch während der Stillzeit wichtig. Dabei ist zu beachten, dass es speziell zur Behandlung von Depression in der Stillzeit Medikamente der Wahl gibt deren Anwendung, falls möglich, bevorzugt werden sollte.

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  • Informieren Sie sich umfassend zu Risiken und Sicherheit Ihres Depressions-Medikaments für Ihre Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Treffen Sie Ihre Entscheidungen mit Hilfe von vertrauenswürdigen Informationen zu Depressions-Medikamenten.
  • Teilen Sie den schriftlichen Bericht zu Ihrer persönlichen Beratung Ihres Depressions-Medikaments mit Ihrem behandelnden Arzt.
 

 

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