04.08.22

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Grippe-Medikamente in der Schwangerschaft

Die Grippe ist im Winter eine häufige virale Infektionskrankheit. Die durch eine Grippe verursachten Symptome können in der Regel auch während der Schwangerschaft mit Medikamenten behandelt werden. Typische Beschwerden bei einer Grippe sind plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, aber auch Schnupfen und Schwindelgefühl. Die Behandlung einer Grippe mit Medikamenten bei Schwangeren bedarf einer besonderen Aufmerksamkeit, da das Risiko von schweren Komplikationen in der Schwangerschaft deutlich erhöht ist. Außerdem können nicht alle Medikamente gegen Grippe bedenkenlos in der Schwangerschaft eingenommen werden können.

Ursachen für eine Grippe

Die Grippe ist eine virale Infektionskrankheit, die durch Influenza-A- und Influenza-B-Viren übertragen wird. Eine Grippe kann bis zu zwei Wochen dauern und wenn sie mild und komplikationslos verläuft, leicht mit einer Erkältung verwechselt werden.

Medikamente gegen Grippe während der Schwangerschaft

Typische Beschwerden, die mit einer Grippe einhergehen können, auch in der Schwangerschaft mit Medikamenten behandelt werden. Insbesondere muss hohes Fieber auch während der Schwangerschaft mit Medikamenten behandelt werden, da hohes Fieber unbehandelt ernsthafte Konsequenzen für die Schwangerschaft haben kann. Zur Behandlung der Grippe werden verschiedene Medikamente bzw. Wirkstoffe eingesetzt, bei denen sich die Frage nach der Medikamenten-Verträglichkeit während der Schwangerschaft stellt:

  • Neuraminidasehemmer wie z.B. Oseltamivir (Ebilfumin, Tamiflu) und Zanamivir (Dectova, Relenza)
  • Ibuprofen (Aktren, Dolormin,...), Acetylsalicylsäure (Aspirin,...)
  • Paracetamol (Ben-u-ron,...)
  • Hustenstiller wie z.B. Dextromethorphan (Wick MediNait, Hustenstiller-Ratiopharm,...), Codein (Gelonida, Talvosilen, Tussoret,…), Noscapin (Capval), Dihydrocodein (Paracodin), Dropropizin (Larylin), Levodropropizin (Quimbo)
  • Hustenlöser wie z.B. Ambroxol (Mucosolvan,…), Acetylcystein (Fluimucil, NAC-Ratiopharm,…)
  • Ephedrin (Rhinopront, Wick MediNait,...), Pseudoephedrin (Aspirin Complex, Wick DuoGrippal,…)
  • Pflanzliche Medikamente wie z.B. Echinacin (Echinacin Tabletten Madaus,…), Pelargoniumwurzel (Umckaloabo), Spitzwegerich (Broncho-Sern), Eibischwurzel (Phytohustil), isländisches Moos (Aspecton, Isla-Moos), Efeublätter (Hedelix, Prospan), Thymiankraut (Bronchicum, Soledum,...), Primelwurzel (Bronchipret, Phytobronchin, Heumann Bronchialtee)
  • Nasensprays wie z.B. Oxymetazolin (Nasivin), Xylometazolin (Olynth, Schnupfen Endrine), Emser Salz (Emser Nasenspray)

Risiken von Medikamenten gegen Grippe während der Schwangerschaft

Bei der Einnahme von Medikamenten gegen Grippe während der Schwangerschaft kann es zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen: z.B. Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit und Schwindel. Die richtige Wahl des Medikamentes zur Behandlung einer Grippe während der Schwangerschaft ist besonders wichtig, da einzelne Medikamente wie z.B Ibuprofen ab der 28. Schwangerschaftswoche kontraindiziert sind, weil sie zu schweren Komplikationen für das ungeborene Kind führen können (Verschluss des Ductus arteriosus Botalli, Schädigung der Nierenfunktion). Es gibt jedoch auch Medikamente, die bedenkenlos während der Schwangerschaft eingenommen werden können und deshalb bevorzugt werden sollten.

Finden Sie heraus ob Ihr Medikament gegen Grippe während der Schwangerschaft für Sie und Ihr Baby sicher ist

 

  • Informieren Sie sich umfassend zu Risiken und Sicherheit Ihres Grippe-Medikaments für Ihre Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Treffen Sie Ihre Entscheidungen mit Hilfe von vertrauenswürdigen Informationen zu Grippe-Medikamenten.
  • Teilen Sie den schriftlichen Bericht zu Ihrer persönlichen Beratung Ihres Grippe-Medikaments mit Ihrem behandelnden Arzt.
 

 

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