TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft

Sie sind schwanger und fragen sich nun, ob Sie TAVOR 1.0 während Ihrer Schwangerschaft bedenkenlos einnehmen können? Konkret stellt sich die Frage, welche Auswirkung die Einnahme von TAVOR 1.0 auf Ihr ungeborenes Kind und Sie haben kann während der Schwangerschaft.

Die Einnahme von TAVOR 1.0 sollte besonders in der Schwangerschaft nur nach einer auf Ihre persönliche Situation bezogene Nutzen-Risiko Bewertung erfolgen. Wir von Ouiiou informieren Sie umfassend zu Risiken und Sicherheiten bei der Einnahme von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft. Unsere Beratung berücksichtig eine Vielzahl von Aspekten, die für die Sicherheit Ihrer Arzneimitteltherapie wichtig sind, wie beispielsweise Ihre persönliche gesundheitlichen Vorgeschichte (Anamnese); eine gründliche Durchsicht aller Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel um etwaige falsche Dosierungen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen aufdecken zu können; eine auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft basierende Beurteilung der Verträglichkeit Ihrer Arzneimittel mit Ihrer Schwangerschaft. Ziel ist es, Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrer Medikation zu geben.

TAVOR 1.0 ist ein Arzneimittel, welches Sie in Ihrer Apotheke erhalten. TAVOR 1.0 sollte während der Schwangerschaft nur nach Absprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden.

Das Arzneimittel kommt zum Einsatz bei:

1. Symptomatische Kurzzeitbehandlung von Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen sowie dadurch bedingten Schlafstörungen.

2. Sedierung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen.

Hinweise zu den Anwendungsgebieten

- Nicht alle Angst-, Spannungs- und Erregungszustände oder Schlafstörungen bedürfen einer medikamentösen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder eine Behandlung der Grunderkrankung behoben werden. Angst- und Spannungszustände infolge
von gewöhnlichem Alltagsstress sollten normalerweise nicht mit einem Tranquilizer behandelt werden.
- Der Einsatz von Lorazepam als Schlafmittel erscheint nur dann gerechtfertigt, wenn gleichzeitig Benzodiazepin-Wirkungen am Tag erwünscht sind.
- Eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann bei depressiven Patienten suizidale Tendenzen demaskieren; sie sollte
nicht ohne adäquate antidepressive Therapie erfolgen.

Wirkstoff von TAVOR 1.0

Der Wirkstoff von TAVOR 1.0 ist Lorazepam und kann möglicherweise negative Auswirkungen auf Sie und Ihr ungeborenes Kind während der Schwangerschaft haben. Die Einnahme von TAVOR 1.0 erfolgt in Form von Tabletten .

Folgende weitere Stoffe sind in TAVOR 1.0 enthalten, die während der Schwangerschaft auf Ihren Organismus wirken:

Lorazepam, Cellulose, mikrokristalline, Lactose-1-Wasser, Polacrilin kalium, Magnesium stearat

Welche Informationen zur Anwendung von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft sind vertrauenswürdig?

Die öffentlich zugänglichen Informationen zu Risiken und Sicherheit von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft und Stillzeit werden vom Hersteller des Arzneimittels in der Packungsbeilage präsentiert. Da der Hersteller von TAVOR 1.0 an verschiedene rechtliche Vorgaben gebunden ist, sind die Angaben in der Packungsbeilage häufig schwierig zu verstehen, besorgniserregend und basieren nicht immer auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand. Der Kenntnisstand zur Anwendung von Arzneimitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit wächst ständig, da regelmäßig neue wissenschaftliche Studien veröffentlicht werden. Da die Informationen in der Packungsbeilage nicht ständig angepasst werden, kann es daher auch vorkommen, dass wichtige Information zu besonderen Risiken während der Schwangerschaft und Stillzeit noch nicht in der Packungsbeilage erwähnt werden, obwohl die Wissenschaft diese Risiken schon kennt. Unsere Beratung beruht ausschließlich auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen und stimmt daher häufig nicht mit den Informationen überein, die Sie in der Packungsbeilage finden.

Hier können Sie lesen was der Hersteller von TAVOR 1.0 zur Anwendung in der Schwangerschaft sagt:

Schwangerschaft

- In der Schwangerschaft sollte Lorazepam nicht angewendet werden. Da keine ausreichenden Erfahrungen mit Lorazepam in der Geburtshilfe vorliegen, ist auf seine Anwendung in dieser Indikation zu verzichten.
- In publizierten Studien wurde angenommen, dass die Anwendung von Benzodiazepinen im ersten Schwangerschaftsdrittel mit einem erhöhten Risiko von Missbildungen assoziiert ist. Fallberichte über Fehlbildungen und geistige Retardierung der pränatal exponierten Kinder nach Überdosierungen und Vergiftungen liegen vor. Es liegen Berichte vor, nach denen es bei der Einnahme von Benzodiazepinen während der Schwangerschaft über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder länger zu postnatalen Entzugserscheinungen bei den Neugeborenen kam. Bei Neugeborenen, deren Mütter gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt Benzodiazepine eingenommen hatten, wurden Symptome wie verminderte Aktivität, herabgesetzter Muskeltonus, Hypothermie, Hypotonie, Atemdepression, Apnoe, Trinkschwäche sowie eine verschlechterte metabolische Reaktion auf Kältestress berichtet (sog. "floppy infant syndrome").

Stillzeit

- Da Lorazepam in die Muttermilch übergeht, sollte es nicht während der Stillzeit eingenommen werden, es sei denn, dass der für die Frau zu erwartende Nutzen das potentielle Risiko für den Säugling übersteigt.
- Bei gestillten Neugeborenen, deren Mütter Benzodiazepine einnahmen, traten Sedierung und Saugschwäche auf. Kinder stillender Mütter sollten hinsichtlich pharmakologischer Wirkungen (z. B. Sedierung, Reizbarkeit) überwacht werden.

Dosierung von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft

Welche Dosierung von TAVOR 1.0 während Ihrer Schwangerschaft geeignet ist, sollten Sie immer in jedem Fall mit Ihrem Arzt abklären. Grundsätzlich gelten die Dosierungsempfehlung von TAVOR 1.0 unabhängig von einer Schwangerschaft. Für zahlreiche Medikamente haben wissenschaftliche Studien jedoch gezeigt, dass während der Schwangerschaft eine Dosisanpassung sinnvoll sein kann. Wenn dies in Ihrem Fall notwendig sein sollte, informieren wir Sie im Zuge unserer Beratung darüber.

Allgemeine Hinweise zur Dosierung

- Die Dosierung und Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, das Indikationsgebiet und die Schwere der Krankheit angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so klein wie möglich und die Therapiedauer so kurz wie möglich zu halten.

Dosierung

1. Erwachsene:

a) Angst-, Spannungs- und Erregungszustände sowie dadurch bedingten Schlafstörungen:
- Die Tagesdosis beträgt in der Regel 0,5-2,5 mg Lorazepam, verteilt auf 2-3 Einzeldosen oder als abendliche Einmaldosis.
- Im Einzelfall, speziell im stationären Bereich, kann die Tagesdosis unter Berücksichtigung aller Vorsichtshinweise auf maximal 7,5 mg erhöht werden.
- Stehen behandlungsbedürftige Schlafstörungen im Vordergrund, kann die Tagesdosis (0,5-2,5 mg Lorazepam) als Einmalgabe etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

b) Sedierung vor diagnostischen sowie vor und nach operativen Eingriffen:
- 1-2,5 mg Lorazepam am Vorabend und/oder 2-4 mg etwa 1 bis 2 Stunden vor dem Eingriff.
- Postoperativ 1-2,5 mg in geeigneten Zeitabständen.

2. Kinder und Jugendliche:

Bei Kindern ist die Dosis entsprechend herabzusetzen, Einzeldosen von 0,5-1 mg bzw. 0,05 mg/kg Körpergewicht sollten nicht überschritten werden.

3. Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten sollte die initiale Tagesgesamtdosis um ca. 50% gesenkt werden. Die Dosis ist entsprechend der erforderlichen Wirkung und der individuellen Verträglichkeit einzustellen.

4. Besondere Patientengruppen:

4.1. Patienten mit Niereninsuffizienz:
Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen aufgrund der häufig zu beobachtenden höheren Empfindlichkeit gegenüber der Wirkung dieser Arzneimittel; obwohl Bioverfügbarkeit und Metabolisierung von Lorazepam von Nierenfunktionsstörungen nicht und nur von schweren Leberfunktionsstörungen signifikant verändert werden.

4.2. Patienten mit Leberinsuffizienz:
Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz sollte die Dosis der Reaktionslage entsprechend sorgfältig eingestellt werden. Niedrigere Dosen können bei diesen Patienten ausreichen.

4.3. Patienten mit Herzinsuffizienz:
Für diese Anwendungsgruppe liegen keine Dosierungsempfehlungen vor.

4.4. Patienten mit weiteren Einschränkungen:
Bei geschwächten Patienten sollte die initiale Tagesgesamtdosis um ca. 50% gesenkt werden. Die Dosis ist entsprechend der erforderlichen Wirkung und der individuellen Verträglichkeit einzustellen.

Art und Dauer der Anwendung

- Die Tabletten werden unabhängig von den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen.
- Bei der Anwendung als Schlafmittel abends sollte die Einnahme etwa 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen und nicht auf vollen Magen erfolgen, da sonst mit verzögertem Wirkungseintritt und - abhängig von der Schlafdauer - mit verstärkten Nachwirkungen am nächsten Morgen gerechnet werden muss.
- Bei akuten Erkrankungen sollte die Anwendung von Lorazepam auf Einzelgaben oder auf wenige Tage beschränkt werden. Bei chronischen Krankheiten richtet sich die Dauer der Anwendung nach dem Verlauf.
- Nach zweiwöchiger Einnahme sollte vom Arzt bei einer schrittweisen Verringerung der Dosis geklärt werden, ob eine Behandlung mit Lorazepam weiterhin angezeigt ist.
- Bei mehrwöchiger täglicher Anwendung von Lorazepam besteht die Gefahr einer psychischen und physischen Abhängigkeitsentwicklung. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur bei zwingender Indikation nach sorgfältiger Abwägung des therapeutischen Nutzens gegen das Risiko von Gewöhnung und Abhängigkeit erfolgen.
- Nach längerer Anwendungsdauer (länger als 1 Woche) und plötzlichem Absetzen des Arzneimittels können Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände, innere Unruhe und Erregung vorübergehend verstärkt wieder auftreten. Daher sollte die Behandlung nicht plötzlich, sondern durch schrittweise Verringerung der Dosis beendet werden.

Nebenwirkungen von TAVOR 1.0 während und unabhängig einer Schwangerschaftt

Auch während der Schwangerschaft kann TAVOR 1.0 folgende Nebenwirkungen haben. Es gibt bei der Anwendung von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft besondere Vorsichtsmaßnahmen zu berücksichtigen, um das Risiko für Nebenwirkungen für Sie und Ihr Kind zu verringern. Wir von Ouiiou informieren Sie umfassend über die Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme von TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft.

Bei den nachfolgenden Angaben handelt es sich um eine Stoffinformation aus den Wirkstoffdossiers.

Sehr häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/10)

- orale Anwendung:
-- Sedierung, Müdigkeit, Benommenheit
- parenterale Anwendung:
-- Sedierung, Schäfrigkeit
-- Müdigkeit

Häufige unerwünschte Wirkungen (> 1/100)

- orale Anwendung:
-- Verwirrtheit, Depression, Demaskierung einer Depression, Schwindelgefühl
-- Ataxie
-- Muskelschwäche, Mattigkeit
- parenterale Anwendung:
-- Verwirrtheit, Depression, Demaskierung einer Depression
-- Ataxie (Sturzgefahr), Schwindelgefühl
-- Muskelschwäche, Mattigkeit

Gelegentliche unerwünschte Wirkungen (> 1/1000)

- orale Anwendung:
-- Änderungen der Libido, Impotenz, verminderter Orgasmus
-- Übelkeit
- parenterale Anwendung:
-- Übelkeit, Erbrechen
-- Veränderung der Libido, Impotenz, verminderter Orgasmus

Unerwünschte Wirkungen,ohne Angabe der Häufigkeit

- orale Anwendung:
-- Thrombopenie, Agranulozytose, Panzytopenie
-- verlängerte Reaktionszeiten, extrapyramidale Symptome, Tremor, Schwindel, Sehstörungen (Diplopie, verschwommenes Sehen), Dysarthrie/undeutliches Sprechen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle/Krämpfe, Amnesie, Enthemmung, Euphorie, Koma, Suizidgedanken/-versuch, eingeschränkte Aufmerksamkeit/Konzentration, Gleichgewichtsstörungen; paradoxe Reaktionen wie z. B. Angst, Erregungszustände, Aufgeregtheit, aggressives Verhalten (Feindseligkeit, Aggression, Wut), Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, sexuelle Erregung, Halluzinationen
-- Hypotonie, leichter Blutdruckabfall
-- Atemdepression (Ausmaß dosisabhängig), Apnoe, Verschlechterung einer Schlaf-Apnoe, Verschlechterung einer obstruktiven Lungenerkrankung
-- Verstopfung, Bilirubinanstieg, Gelbsucht, Anstieg der Lebertransaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase
-- allergische Hautreaktionen, Alopezie
-- Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/-oide Reaktionen, Angioödem, Syndrom der inadäquaten Ausschüttung des antidiuretischen Hormons (SIADH), Hyponatriämie, Hypothermie
- parenterale Anwendung:
-- Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie
-- Überempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, Angioödem
-- Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
-- Hyponatriämie
-- Enthemmung, Euphorie, Suizidgedanken/-versuch, paradoxe Reaktionen wie Angst, Unruhe, Erregung, Feindseligkeit, Aggression, Wut, Schlafstörungen/Schlaflosigkeit, sexuelle Erregung und Halluzinationen
-- extrapyramidale Symptome, Tremor, Schwindel, Sehstörungen (Diplopie, verschwommenes Sehen), Dysarthrie/undeutliches Sprechen, Kopfschmerzen, Krämpfe/Kranpfanfälle, Amnesie, Koma
-- Hyper- und hypotone Kreislaufreaktionen
-- Atemdepression (Ausmaß dosisabhängig), Apnoe, Verschlechterung einer Schlaf-Apnoe, Verschlechterung einer obstruktiven Lungenerkrankung
-- Obstipation
-- Bilirubin-Anstieg, Anstieg der Leber-Transaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase
-- allergische Hautreaktionen, Alopezie
-- Hypothermie
-- zeitlich begrenzter Erinnerungsausfall (anterograde Amnesie) oder Erinnerungsabschwächung

Sie sind unsicher, ob Sie TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft einnehmen können? Finden Sie mit uns heraus, ob TAVOR 1.0 während der Schwangerschaft sicher ist für Sie und Ihr Kind.

  • Informieren Sie sich umfassend zu Risiken und Sicherheiten von TAVOR 1.0 während Ihrer Schwangerschaft.
  • Treffen Sie Ihre Entscheidungen mit Hilfe von vertrauenswürdigen Informationen zu TAVOR 1.0.
  • Teilen Sie den schriftlichen Bericht zu Ihrer persönlichen Beratung mit Ihrem behandelnden Arzt.


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